Soziale Gedächtnisse. Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus

Der Band greift kulturwissenschaftliche Thesen zu sozialen Gedächtnissen auf und wendet sie soziologisch. Dadurch geraten die Wechselbeziehungen zwischen sozialen Gedächtnissen und ihren Konstitutionsbedingungen in den analytischen Blick. Die Beiträge kreisen um die Frage nach der Selektivität von sozialen Gedächtnissen, also wie, was und nach welchen Kriterien erinnert oder vergessen wird. Das je konkrete soziale Erinnern geschieht vor einem Horizont von formierenden gesellschaftlichen Voraussetzungen, Rahmungen und Strukturen: Differenzierung, Pluralisierung, Generationengrenzen, Medialität, Authentizität, Diskurse und Semantiken, die fallweise in den einzelnen Beiträgen herausgearbeitet werden. Die empirische Grundlage bilden narrative Interviews und Gruppendiskussionen in Familien aus Ost- und Westdeutschland zum Thema Erinnerung der Zeit des Nationalsozialismus, sowie gegebenenfalls an die DDR-Vergangenheit. Eine Rezension findet sich in socialnet .

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