Soziologie des Vergessens. Theoretische Zugänge und empirische Forschungsfelder

Lange Zeit konzentrierte sich das sozial- und kulturwissenschaftliche Nachdenken über das Gedächtnis und den Umgang mit Vergangenem auf das Erinnern. In jüngster Zeit rückt jedoch das Vergessen mit seinen gesellschaftlichen Hintergründen und Wirkungen in den Vordergrund des Interesses und den Mittelpunkt höchst kontroverser Diskussionen. Der Sammelband macht deutlich, dass die Soziologie von Maurice Halbwachs bis zu Niklas Luhmann und Pierre Bourdieu über vielfältige theoretische Zugänge zum sozialen Vergessen verfügt. Und er zeigt die Bedeutung des Vergessens als gesellschaftlicher Faktor: vom Internet, das scheinbar 'nichts vergisst', über die Suche nach 'Vergessens-Pillen' bis zu den weiterhin drängenden Fragen nach dem Umgang mit vergangenem Unrecht.

Oliver Dimbath, Peter Wehling (Hg.): Soziologie des Vergessens. Theoretische Zugänge und empirische Forschungsfelder

2011 , 362 Seiten ISBN 978-3-86764-275-0

Mitarbeiteranmeldung (nur für registrierte Benutzende)