Interaktion und Identität in der Schule. Zur Anwendung und Weiterentwicklung der Theorie von Erving Goffman

Art der Veröffentlichung:

Beitrag in Sammelband

Quelle:

Jugend, Schule und Identität. Selbstwerdung und Identitätskonstruktion im Kontext Schule, Springer VS, Wiesbaden (2014)

ISBN:

978-3-658-03669-0, 6

Abstract:

Für Kinder und Jugendliche stellt die Schule einen zentralen soziokulturellen Erfahrungs- und Handlungszusammenhang dar, der ihre je aktuelle Lebenssituation in starkem Maße bestimmt und eine weitreichende Auswirkung auf ihre Zukunft hat. Sie ist der Ort ihrer Bildung, Sozialisation und Qualifikation und der Ort ihrer Selektion und sozialen Allokation. Die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Schule als Erfahrungs- und Handlungsfeld der Interaktion mit anderen Kindern und Jugendlichen und mit den Lehrern lässt die Schule für sie zugleich zu einem bedeutsamen Ort der Identität werden – ihrer eigenen und der ihrer Interaktionspartner. Für die Beschreibung und Analyse des Zusammenhangs von Interaktion und Identität hat Erving Goffman wichtige Untersuchungen durchgeführt und hilfreiche theoretische Konzepte entwickelt. Der folgende Beitrag soll aufzeigen, wie sich auf dieser Grundlage eine Beschreibung und Analyse der Schule als Interaktionszusammenhang und Ort der Identität durchführen lässt. Ausgehend von dieser Zielsetzung ist der Beitrag in zwei Teile untergliedert. In dem ersten Teil werden zunächst theoretische Perspektiven und Konzepte dargestellt, die Goffman in zwei für die vorliegende Thematik einschlägigen Werken entwickelt hat. Anschließend erfolgt auf dieser Grundlage eine Beschreibung und Analyse der Schule als Interaktionszusammenhang und Ort der Identität, was mit einer Weiterentwicklung und Ergänzung des Ansatzes von Goffman verbunden wird.

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