EU-Professionalismus als transnationales Feld

Büttner, Sebastian M. / Mau, Steffen (2014): EU-Professionalismus als transnationales Feld. In: Berliner Journal für Soziologie , 24 Jg., H. 2, S. 141-167.

Der Beitrag nimmt die Herausbildung und Expansion von EU-spezifischen Tätigkeiten aus feldanalytischer Perspektive in den Blick. Ausgehend von der Beobachtung, dass sich die EU in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur als ein einflussreicher politischer Akteur, sondern auch als ein Betätigungsfeld für eine Vielzahl von Experten und spezialisierten professionellen Tätigkeiten etabliert hat, stellt der Artikel Prozesse, Dimensionen und Orte der „Verberuflichung Europas“ dar. Die Expansion EU-bezogener Tätigkeiten ist bei Weitem nicht nur auf „Brüssel“ bzw. auf den engeren Bereich der „Eurokratie“ beschränkt, sondern reicht weit in die jeweiligen Mitgliedsländer hinein und bringt neue Berufsfelder, Akteure und Expertengruppen hervor. Der Beitrag konzipiert den EU-Professionalismus als ein transnationales Feld der Spezialisierung und Professionalisierung, in dem eigene Prinzipien, Wissensformen und Ressourcen gelten, die von Experten und Spezialisten angeeignet und reproduziert werden (müssen). Die feldtheoretische Perspektive ermöglicht es, die Gemeinsamkeiten, aber auch die Vielfalt und transnationale Dimension von EU-bezogenen Tätigkeiten zu erfassen.

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